Das obere Donautal

Spektakulär und einzigartig

Der Naturpark oberes Donautal besticht mit Schroffen, fast senkrecht empor ragenden Felsen. Hier fließt die Donau der bekannteste Fluss Europas von wild zu zahm, zugleich spektakulär und einzigartig. Obwohl man an dieser Stelle nicht erahnen kann,  welche Ausmaße dieses bedeutungslose  Flüsschen annehmen wird. Die Donau hat sich vor vielen Jahren ihren Weg durch dieses Tal gegraben und auf fast 1500 Quadratkilometern zwischen Beuron und Sigmaringen eine unverwechselbare Landschaft hinterlassen, die zum Staunen und Entdecken einlädt. Zahlreiche Höhlen, Burgen und Ruinen zeugen von einer Siedlungsgeschichte, die nachgewiesen bis ins fünfte Jahrhundert zurückreicht. Genau richtig für eine Wohnmobil Tour in diese Region.  Das Obere Donautal will von uns erkundet werden.  Wir sind gespannt auf atemberaubende Ausblicke und auf so manches Erlebnis.

Die nächsten drei Nächte verbringen wir auf dem Wohnmobilstellplatz Ferienhof Talhof in Beuron. Der Stellplatz ist zwar etwas teuer, dafür gibt es hier nicht so ein Andrang wie auf den umliegenden Plätzen. Die anliegende Straße und Bahnlinie verursachen tagsüber Lärm aber in der Nacht ist es ruhig. Bei der Versorgung ist alles vorhanden, allerdings etwas umständlich, da Frischwasser und Entsorgungsstelle getrennt sind. Etwa zwei Kilometer von dem Stellplatz entfernt ist der Einstieg zu dem Donauradweg, zentral gelegen für die Fahrradtour nach Sigmaringen und Tuttlingen.

Donauradweg Beuron-Sigmaringen

Diese Wegstrecke windet sich der Donau folgend entlang schroffer Felswände, die immer wieder großartige Aussichten bereithalten. Schwungvoll windet sich die junge Donau nun weiter über Hausen im Tal nach Inzigkofen. Dort entdecken wir wunderbare historische Kapellen und der Fürstliche Park. Hier befindet sich auch ein Donaudurchbruch. Dieser liegt im ehemaligen Dreiländereck von Baden, Hohenzollern und Württemberg und ist nicht so bekannt, wie der Durchbruch in Kelheim. Zahlreiche Rastplätze geben uns die Möglichkeit, sich das Naturschauspiel ganz in Ruhe anzuschauen. 

Anschließend erreichen wir das heutige Ziel Sigmaringen. Die an der Hohenzollernstraße und der Oberschwäbischen Barockstraße gelegene Kreisstadt präsentiert sich eindrucksvoll mit dem Schloss Sigmaringen. Die Altstadt präsentiert sich mit zahlreichen gut erhaltenen, historischen Bauten aus der fürstlichen Residenzzeit. In einem der zahlreichen Biergarten lassen wir uns schwäbische Käsespätzle schmecken. Für den Rückweg zum Wohnmobil fahren wir die gleiche Strecke wie beim Hinweg.

Donauradweg Tuttlingen-Beuron

Die Stadt Tuttlingen ist in erster Linie als Wirtschaftsstandort bekannt. Doch auch als Reiseziel braucht sich die Stadt nicht zu verstecken. Das liegt zum einen an der Lage im oberen Donautal, zum anderen am überdurchschnittlichen Kultur- und Freizeitangebot.

Vom Tuttlingen Donaustadion folgen wir dem Donauradweg talabwärts entlang des Flusses nach Nendingen. Durch ein Ried gelangen wir nach Stetten und radeln wenig später durch eine Wohnsiedlung in den kleinen Ort Altstadt, einen Ortsteil des erhöht gelegenen Städtchens Mühlheim. Altstadt war die ursprüngliche Siedlung, Zeugnisse aus jener Zeit sind die Kirche St.Gallus aus dem 12. Jahrhundert. 

Im enger werdenden Tal gelangen wir nach Fridingen und durch das Obere Tor in den alten Ortskern mit einigen Fachwerkhäusern und dem Ifflinger Schloss, was heute ein Heimatmuseum ist. 

Spiegelbild in Wasser von Holzbrücke neben Bäumen

Kurz nach Fridingen passieren wir eine Versickerungsstelle der Donau und überqueren den Fluss. Hier beginnt mit dem Laibfelsen und dem wie ein Schiffsbug vorspringenden Stiegelesfelsen der faszinierendste Abschnitt der Tour. Etwa 35 Kilometer windet sich die Donau auf der oft nur 100–200 Meter breiten Talsohle zwischen steilen, bewaldeten und felsigen Hängen hindurch. Zunächst passieren wir das Gehöft Ziegelhütte mit einer Gaststätte. Vorbei am Standort der ehemaligen Bronner Mühle, die durch einen Erdrutsch zerstört wurde, gelangen wir zu der unterhalb des Schlosses Bronnen liegenden Ausflugsgaststätte Jägerhaus. 

oberes Donautal große Steine im Wasser

Hier ermöglichen bei niedrigem Wasserstand große Trittsteine die Überquerung der Donau. Auf der anderen Talseite ragt der Knopfmacherfels auf, der bekannteste Aussichtspunkt an der Kante des Donautals.

In Beuron besichtigen wir das Kloster. Die im Jahr 1077 als Augustiner Chorherrenstift gegründete Erzabtei St. Martin ist heute ein Rückzugsort für Gottesdienst und Seelsorge. 

Fazit oberes Donautal

Der Radweg durch den Naturpark obere Donau gehört zu der schönsten Teilstrecke die wir an der Donau gefahren sind. Wildromantische Tallandschaften teilweise mit steil aufragenden Felswänden prägen das Geschehen. Die teils engen Täler und die aus den Flußwindungen steil aufragenden Jurakalkfelsen macht die obere Donau zu einem unvergleichlichen Naturereignis. Burgen, Klöster und Schlösser zeugen von einer aktiven Vergangenheit.