Reisebericht Holland Rundreise Teil 2

Ich erwache und wie es sich anhört regnet es ziemlich stark. Ich trinke zuerst einen Kaffee bevor ich mich nach draußen wage. Super, meine Schuhe sind über die Nacht draußen gebliebenen und natürlich nass. Das ginge ja noch, aber wir stehen ja auf einem Sandplatz, also nass und mit Sand paniert. Ich finde trotzdem eine Lösung damit ich Brötchen holen kann. Wir frühstücken und vertreiben uns die Zeit mit unseren Handys. Der Regen lässt nach aber es ist immer noch stark bewölkt und kalt. So kriechen wir nochmals unter die Decke. In der Zwischenzeit scheint die Sonne immer öfters. So beschließen wir, nochmals für eine Fahrt mit Rädern durch die Dünen nach Den Haag. Wir sind begeistert von dem Westdünenpark zwischen Scheveningen und Kijkduin.

Der berühmte Pier in Scheveningen ist ein Highlight der niederländischen Küste. Auf Ober-und Unterdeck sowie der Südinsel befinden sich Restaurants und Terrassen mit einem großem Angebot an Speisen und Getränken. Die Kombination Sonne, Meer und Strand verleiht dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Auf dem Pier befindet sich auch das erste  50 m hohe Riesenrad Hollands über dem Meer.

Hier am Strand in Scheveningen gibt es unzählige Bars, Restaurants und Imbissbuden. Zumindest einmal wollen wir noch Pfannkuchen essen. Im Pannekoekenhuisje werden wir fündig, hier gibt es jede Menge Pfannkuchen Variationen. Wir bestellen uns welche und lassen uns diese in der Abendsonne schmecken.

Wir schlendern durch die beliebte Strandpromenade und entdecken lustige Skulpturen die das Museum Beelden aan Zee ausstellt. Die Märchenfiguren am Meer kann man kaum übersehen, zumindest den Heringesser nicht. Später gibt's nochmals einen fantastischen Sonnenuntergang.

Wir stehen früh auf und essen zum Frühstück die restlichen Brötchen von gestern. Beim Zusammenpacken sind wir ein gut eingespieltes Team und es geht meistens ratz fatz. Vor 11 Uhr verlassen wir den Campingplatz und steuern auf direktem Weg Amsterdam an. Kurz vor Amsterdam müssen wir nochmals wenden, natürlich wegen dem Navi. Der Campingplatz Amsterdam Gaasper ist idyllisch im Caasparpark gelegen und wir bekommen einen schönen Platz zugeteilt. Generell ist hier die Ankunft speditiv und gut organisiert. Den Nachmittag verbringen wir mit Ver- und Entsorgung, Wäsche waschen und einer kleinen Siesta.

Wir haben Hunger und fahren in den nahegelegenen Ikea und essen Köttbullar. Gestärkt fahren wir mit den Fahrrädern in Richtung Zentrum von Amsterdam, natürlich auf bestens ausgebauten Fahrradwegen. Wir parkieren die Räder, erkunden die Stadt nun zu Fuß und lassen die Atmosphäre auf uns einwirken. In den belebten Gassen sind die Kiffer Gerüche deutlich wahrzunehmen. Allmählich setzt die Dämmerung ein und der Mond erscheint in all seiner Pracht. Nochmals die Möglichkeit bei diesen Lichtverhältnissen ein paar Motive abzulichten, Amsterdam bei Nacht. Die Dunkelheit erschwert uns die Rückkehr zum Campingplatz. Im wieder müssen wir anhalten und mit Google Maps den Standort lokalisieren. Nach einigen Umwegen erreichen wir trotzdem das Ziel. Das Tor zum Campingplatz ist bereits geschlossen und der Zugang ist nur über eine Drehtür möglich. Wir müssen unsere Fahrräder ungewollt vor dem Eingang stehen lassen und hoffen, dass sie nicht geklaut werden.

Ich erwache und im Wohnmobil ist es schon ziemlich warm. Die Sonne scheint und es ist ein schöner Sommertag. Ich hole Brötchen und wir frühstücken. Heute gehen wir nochmals mit den Fahrrädern in die Stadt. Dieses Mal lassen wir unsere Räder im "fietsenstalling" einem bewachten Fahrradkeller. Zu Fuss gehen wir zu der Anlegestelle der Touristenboote und kaufen uns Karten für eine Grachtentour. Die einstündige Fahrt führt quer durch Amsterdam und es gibt viele wissenswerte Informationen über die historischen Gebäude und über die Entstehung von Amsterdam.

Heute verlassen wir Amsterdam und somit auch

Holland. Wir richten wir unser Wohnmobil für die Weiterreise. Die Fahrt verläuft problemlos, weil wir nicht nur auf das Navi hören, sondern auch auf die Beschilderung achten. Bei Utrecht fahren wir sogar einen sieben spurigen Streckenabschnitt. Wir passieren die Grenze zu Belgien, nur noch eine Tafel, und die deutlich schlechtere Strassenqualität lässt erahnen, dass man sich in einem anderen Land befindet.

Unser nächstes Reiseziel, der Campingplatz Holsteenbron in Flandern. Die Zufahrt zum Campingplatz erinnert uns an isländische Strassenzustände, wir sind gespannt was uns erwartet. Eine ältere Dame die sogar deutsch spricht und nimmt unsere Formalitäten auf. Sie sagt uns, wir sollen einen freien Stellplatz aussuchen. Wir wählen einen Platz im hinteren Teil des Campingplatzes und stehen da ganz alleine für uns. Wir sind begeistert.

Nach der Ver- und Entsorgung, richten wir unsere fahrbare Unterkunft ein. Wir verspüren  Lust auf eine Fahrradtour durch die Gegend. Beim belgischen Fahrradwegenetz fährt man von einem Knotenpunkt zum nächsten. So fahren wir zum Knotenpunkt 91. Hier radelt man regelrecht durchs Wasser. Der Fahrradweg führt uns quer durch den See, beidseitig auf Augenhöhe mit der Wasseroberfläche, von einem Ufer zum anderen.

Die Sonne scheint als wir heute Morgen erwachen. Wir frühstücken gemütlich und schauen uns die Wettervorhersage an, die Gewitter und Regen ankündigt. Trotzdem schwingen wir uns auf die Räder für eine Tour. Als das Gewitter aufzieht sitzen wir im trockenen im Restaurant Pitstop und essen "kleine" Hamburger.

Wir haben gestern vergessen Brötchen zu bestellen, daher fällt unser Frühstück etwas mager aus. Das kleine übrig gebliebene Stück

Baguette teilen wir uns. Heute steht eine längere Reise bevor. Fast 400 Km sind

zu bewältigen, leider wieder in Richtung Heimat. Die Fahrt verläuft reibungslos und entspannt. In den Bundesländern die wir heute durchfahren ist Feiertag (Fronleichnam) und es hat kaum Lastwagen auf der Straße. Gegen 15 Uhr erreichen wir den Campingplatz von Heidelberg, die letzte Station auf unserer Reise.

Gegen Abend fahren wir mit den Rädern noch in die 7 Kilometer entfernte Stadt. Das Essen im Restaurant Schnitzelbank hat super geschmeckt. Amüsiert beobachten wir, wie eine Gruppe Chinesen, die am gleichen Tisch sitzt, die verschiedenen deutschen Spezialitäten probiert. Vor allem das Sauerkraut wird nicht besonders geschätzt. Danach schlendern wir

durch die Einkaufsstraße von Heidelberg und gönnen uns in der Gelateria Eiskaffee. Über die alte Brücke, der meist besuchten Touristenattraktion geht es wieder zurück zum Campingplatz.

Heute fahren mit den Rädern nochmals in die Stadt. Heute haben wir ein Treffen mit Wohnmobilfreunde den Annemarie und Matthias.  Wir haben einander viel zu erzählen. Als wir Im Pizza Hut, Pizza essen fängt es wieder zu regnen an. Trotzdem treten wir unsere Rückkehr zum Campingplatz an, den wir trotzdem so einigermaßen trocken erreichen.

Heute geht's leider wieder heimwärts. Die Reise verläuft reibungslos und gegen 15 Uhr

erreichen wir unseren Wohnort Hauptwil.

Hauptwil, Schweiz