Reise nach Valencia, Spanien

1. Fahrstrecke von Hauptwil nach Valence 599 Kilometer
1. Fahrstrecke von Hauptwil nach Valence 599 Kilometer

Wir stehen um 4 Uhr in der Früh auf. Um 5 Uhr fahren wir los und starten unsere Reise in den Süden. Es ist noch dunkel und die Temperatur hat sich in der Nacht auf minus ein Grad abgekühlt. Die Strassen sind nass und sind teilweise vereist. Es herrscht wenig Verkehr und erreichen mühelos den Verkehrsknoten Zürich. Im Mittelland hat es Nebel, gut setzt bald die Dämmerung ein. Der erste Fahrerwechsel steht an. Geplant sind diese Wechsel alle 100 Kilometer. Flüssig erreichen wir die Westschweiz, sogar die Sonne zeigt sich ab und zu. In Lausanne tanken wir das erste Mal. Wir befinden uns nun auf der Strecke Lausanne-Genf, ein Verkehrsnadelöhr in der Schweiz. Trotz Feiertag hat es viel Verkehr und wir stehen kurz vor dem Grenzübergang nach Frankreich im Stau. Für die drei Kilometer bis zum Zoll brauchen wir eine halbe Stunde. Wir sind in Frankreich und wenig später ziehen wir zum ersten Mal das Ticket an einer Mautstation. Es werden noch viele weitere Mautstellen folgen, wir platzieren deshalb die Kreditkarte greifbar. Die Fahrt geht Richtung Lyon bis zu dem Abzweiger Valence Marseille. Gegen 14 Uhr erreichen wir Valence. Es sind noch einige Kreisel zu bewältigen bevor wir den Campingplatz in Valence erreichen.

Valence Rhône-Alpes Frankreich Camping L'Epervière  Départements Drôme Autoroute du Soleil
Valence Camping L'Epervière

Der Platz ist zu dieser Jahreszeit wenig belegt und wir stellen uns auf einen sonnigen Platz. Jetzt einen Kaffee aus der Nespresso und danach ein kleines Nickerchen nach den 600 gefahrenen Kilometern, haben wir uns doch verdient. Vorher aber noch schnell auf die Toilette, die wir schliesslich immer dabei haben und bei diesem reichlichem Kaffegenuss muss man ja das auch öfters. Etwas überrascht entdecke ich im Bad eine Wasserpfütze. Schon während der Reise sind mir diese kleinen nassen Stellen aufgefallen. Anfangs dachte ich, es sei Kondenswasser, da ich am Vorabend noch geheizt habe. Aber diese Menge Feuchtigkeit kommt mir etwas verdächtig vor. Mir wird schnell klar, das Klo leckt! Nach dem entfernen des Fäkalientank entdecke ich den eigentlichen Schaden. Es tropft ein Verbindungsteil der Wasserleitung der Klospülung. Die Stelle ist so schwer erreichbar, dass ich die ganzeToilette auseinander bauen muss. Verbindung gelöst, Dichtung neu eingelegt,wieder zusammengesetzt, Druck auf die Leitung, es ist dicht, die ganze Toilette wieder zusammen gebaut. Gut habe ich immer mein Werkzeug mit dabei. Nach eineinhalb Stunden ist das Werk beendet und nun habe ich wirklich meinen Nespresso verdient. Mit Bestürzung stellen wir fest, wie auch die Kaffeemaschine leckt,die lässt sich aber nicht auseinander bauen, für die Spezialschrauben habe ich nicht das passende Werkzeug dabei. So begnügen wir uns mit Instantkaffee.Wir legen uns hin und schlafen zwei Stunden. Später spazieren wir der Rhone entlang. Als wir beim Jachthafen ankommen geht die Sonne gerade am Horizont unter. Im Restaurant Veranda essen wir von dem Vorspeisenbuffet und gratinierte mini Ravioli.Zurück beim Wohnmobil duschen wir und verkriechen uns unter die Decke.

2. Fahrstrecke von Valence nach Blanes 478 Kilometer
2. Fahrstrecke von Valence nach Blanes 478 Kilometer

Um 6.30 Uhr werden wir von unserem Wecker aufgeweckt. Draussen hat es eine Temperatur von 14 Grad. Wir frühstücken und packen unsere Sachen zusammen. Bevor wir losbrausen fahren wir noch die Versorgungsstation an.  Um 8.00 Uhr verlassen wir den ruhigen Campingplatz.Rasch sind wir wieder auf der Autobahn, auf der sogenannten Route de Soleil. Es geht Richtung Süden bis zum Abzweiger Montpellier, Girona. Es ist Osterreiseverkehr, aber ohne Stau. Ab Montpellier nimmt der Verkehr immer mehr zu.Nach Perpignan macht uns starker Seitenwind zu schaffen. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Geschwindigkeit   anzupassen. Kurz vor der Grenze zu Spanien betanken wir unsere Estrella.Bei Figueres verlassen wir die Autobahn und steuern den geplanten Campingplatz an. Leider hat dieser geschlossen und wir fahren auf der N11 weiter Richtung Barcelona. Auf dieser Nationalstrasse hat es wenig Verkehr und wir empfinden es zur Abwechslung sehr entspannend. Wir nehmen Kurs Richtung Meer und logieren auf einem Campingplatz in Blanes. Der Platz befindet sich im Zentrum des Ortes, nur durch die Küstenstrasse zum Meer getrennt. Wir spazieren am Strand entlang und gehen auch noch in die Innenstadt. Ein wirklich schöner Ferienort an der Costa Brava. Es ist noch Vorsaison, wir können erahnen, welches Treiben hier in der Hauptsaison herrscht. Es ist bestimmt nicht das was wir suchen und wollen. So sind die Interessen und Erholungswerte der Individuen verschieden.  

Blanes, spanische Provinz Girona, Strand, Meer, Wellen, Küste
Der Strand von Blanes an der Costa Brava
3. Fahrtstrecke von Blanes nach Bétera 433 Kilometer
3. Fahrtstrecke von Blanes nach Bétera 433 Kilometer

Um 6.30 Uhr aufgestanden und gefrühstückt. Die Nacht war zu unserer Verwunderung mehrheitlich ruhig. Der einzige Lärm, den wir wahrnehmen, kommt aus der angrenzenden Bar. Es scheint so,dass sich die Leute dort die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Uns stört das nicht wesentlich, da wir sowieso schon wieder am Packen sind und unser Wohnmobil reisebereit herrichten. Um 8.00 Uhr verlassen wir den Campingplatz, eine frühe Zeit für spanische Verhältnisse, denn der Nachtwächter koppelt uns von der Stromsäule. Der fast menschenleere Ort verlassen wir ohne Verkehrsbehinderungen, obwohl das Navi uns wieder einmal in eine Sackgasse gelotst hat. Dabei habe ich an einem Übergang dieTrittstufe gestreift. Erste Beurteilung, zum Glück nichts passiert. Wir passieren zwei Mautzahlstellen, bevor wir uns wieder auf der Hauptachse Richtung Süden befinden. Stressfrei lassen wir Barcelona hinter uns reisen flott südwärts, beinahe ohne Lastwagenverkehr. Nach Tarragona lähmen uns wieder starke Seitenwinde. Ich habe die Idee an einer Raststätte Croissant zu kaufen und diese in aller Ruhe im Wohnmobil mit einem Kaffee zu geniessen.Die nächste Raststätte wird angesteuert und Karin kauft die teuersten Croissants auf der ganzen Reise. Vier Croissant kosten Stolze acht Euro, hat sich aber gelohnt, schmeckten ausgezeichnet. Bei Kilometer 99 vor dem Ziel nochmals eine Rauchpause auf einem Rastplatz. Wir passieren die letzte Zahlstelle und nun ist sie endlich da, die Ausfahrt, nach Bétera. Bétera ist ein Aussenbezirk von Valencia, wo unsere Eltern und Schwiegereltern wohnen. 

In einer Urbanización unweit von Bétera entfernt, wohnen unsere Eltern und Schwiegereltern in diesem schmucken spanischen Haus. Ein Stellplatz unter Palmen in aussergewöhnlicher Lage. Hier verbringen wir die nächsten drei Tage, bevor wir die Reise wieder zurück nach Hause antreten. Genügend Zeit um einen Abstecher in die Stadt Valencia zu unternehmen. Die folgenden Bilder zeigen die Sehenswürdigkeiten dieser schönen Hafenstadt. Das Wetter ist sonnig aber die Temperaturen sind erstaunlich kühl um diese Jahreszeit. Wir haben absolut die falsche Garderobe mitgenommen. Die sommerlichen Kleidungsstücke bleiben ungenutzt im Wohnmobil.

Valencia ist eine Großstadt in Ost-Spanien mit rund 800.000 Einwohnern. Die Stadt am Mittelmeer verfügt dabei nicht nur über einen bedeutenden Seehafen und zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sondern auch über spannende Highlights für Design- und Architekturin
Architektur in Valencia

Valencia liegt an der spanischen Mittelmeerküste, etwa 350 km südlich von Barcelona an der Mündung des Flusses Turia und fast genau auf der gleichen geografischen Breite wie Mallorca. Jeden Morgen erwacht die Stadt Valencia am Mittelmeer, um Reisende aus aller Welt zu empfangen. Es ist Sommer, aber die ersten Stunden des Tages sind noch jung und wollen genutzt werden, für einen Besuch der historischen Altstadt, des Bioparcs oder der Stadt der Künste und der Wissenschaften. Mittags ist es Zeit, auf einer Restaurantterrasse eines der typischen Reisgerichte der valencianischen Küche zu kosten und es sich an den ausgedehnten Sandstränden bei einem Mittagsschläfchen oder einem kleinen Bad gutgehen zu lassen. Auch die Sommernächte in Valencia haben ihren besonderen Charme: Sommerkino, eine Darbietung von Synchronschwimmern und Delfinen im Oceanogràfic oder Astronomiestunden und Musik, um im Hemisfèric den Nachthimmel zu erkunden - das sind nur einige Beispiele, was es in Valencia zu erleben gibt.

4. Fahrstrecke von Bétera nach Saint-Thibéry 643 Kilometer
4. Fahrstrecke von Bétera nach Saint-Thibéry 643 Kilometer

Nach drei Tagen Aufenthalt in Valencia treten wir die Heimreise an. Fahren auf die Autobahn Richtung Norden.Wir kommen zügig voran es hat nur wenig Schwerverkehr. Das Wetter ist sonnig,genau das richtige Reisewetter. Die Streckenführung der Autobahn verläuft immer wieder nahe am Meer und bietet wundervolle Blicke auf den grossen See. Vor Barcelona verstärkt sich dasVerkehrsaufkommen erheblich, links und rechts eingeklemmt von Lastwagen und wir mittendrin. Nicht erstaunlich, dass ich ins Schwitzen komme. Kurz vor der Grenze tanken wir nochmals. Passieren die Grenze und nähern uns unserem Reiseziel,einen Campingplatz in Perpignan. Es herrscht gerade Feierabendverkehr und wir kurven mit dem Womo durch die Stadt. Volle Konzentration ist gefordert und erreichen den Campingplatz in einem Quartier von Perpignan. Der Platz ist schmuddelig, wir haben keine Lust hier eine Nacht zu verbringen. Nochmals kurven wir durch die engen Strassen und verlassen die Stadt. Nächstes Ziel, Stellplatz in Bessan. Wir finden den Stellplatz nicht, aber einen Campingplatz auf dem wir die Nacht verbringen. Im unweit entfernten Restaurant Hacienda nehmen wir unsere erste richtige Mahlzeit an diesem Tag ein. Es ist ein Steakhaus und wir lassen uns ein Entrecote mit Frites und Salat schmecken. Zu Feier des Tages gönnen wir auch noch einen Nachtisch. Die freundlichen Inhaber des Lokals verabschieden sich sogar mit einem Händedruck.

5. Fahrstrecke von Saint-Thibéry nach Grenoble 344 Kilometer
5. Fahrstrecke von Saint-Thibéry nach Grenoble 344 Kilometer

Ich bin um 8.00 Uhr aufgestanden und in den nahe gelegenen Lidl gegangen um frische Brötchen zu kaufen.Um 10.00 Uhr verlassen wir den schönen Campingplatz und nähern uns rasant der Route de Soleil. Erstaunt fahren wir die 100 Kilometer auf dieser Hauptachse ohne nennenswerte Behinderungen trotz Ferienreiseverkehr. Nach Valence geht’s Richtung Grenoble dem nächsten Übernachtungsort, den wir mit reichlich Verkehr erreichen. Der Campingplatz befindet sich ausserhalb der Stadt. Nicht gerade berauschend aber passabel. Nach einem Schläfchen gehen wir mit dem Strassenbahn in die Innenstadt. Die Haltestelle ist unweit des Campingplatzes und in 15 Minuten Fahrtzeit erreicht man die Innenstadt. Die Stadt ist eingebettet von schneebedeckten Bergen. Ein Berg sieht aus wie der Mont Blance, sind aber nicht ganz sicher. wir konnten es auch nicht per Gogglemap ausfindig machen. Der Pizza Hut in dem wir eine Pizza essen wollten ist nur Take a Way. So erkunden wir die Stadt weiter und entscheiden uns ein China Restaurant. Alles ist frisch zubereitet und schmeckt super. Es ist bereits dunkel und wir treten den Heimwegzum Campingplatz an. Nach der wohlverdienten Dusche gehen wir schlafen.

6. Fahrtstrecke von Grenoble nach Hauptwil 496 Kilometer
6. Fahrtstrecke von Grenoble nach Hauptwil 496 Kilometer

Tagwache um 7.00 Uhr. Nach dem Genuss des köstlichen Brotes, das wir gestern in der Stadt gekauft haben, räumen wir unsere sieben Sachen zusammen. Einmal mehr nehmen es die Franzosen nicht so genau mit der Zeit. Ab 8.00 Uhr müsste die Rezeption offen sein, aber kein Mensch ist zu sehen. Eine halbe Stunde später erscheint der Platzwart und wir können unser Stromkabel von der Stomsäule lösen. Wir bezahlen und starten unsere letzte Strecke. Problemlos erreichen wir die Autobahn und fahren Richtung Genf. Noch 150 Kilometer und wir haben wieder heimischen Boden unter den Rädern. Es herrscht erheblichen Reiseverker, hauptsächlich Fahrzeuge mit Nummernschilder aus den Beneluxländern sind unterwegs. Wir passieren die letzte Mautstelle und den Zoll. Wir erreichen Bern und auch den ersten Stau bei Wangen an der Aare. Zweiter Stau vor dem Gubrist Tunnel. Gegen 15.00 Uhr erreichen wir unser Zuhause. Wir sind dankbar unser Daheim unfallfrei und schadenfrei erreicht zuhaben, das ist nicht selbstverständlich auf einer solchen langen Reise.