Frühlingsurlaub

Am Mittag ist für mich Arbeitsschluss. Nach dem Mittagessen und einer Siesta packen wir unsere sieben Sachen. Wie meistens nimmt das mehr Zeit in Anspruch als geplant. Ständig überlege ich mir, wie wir die ganze Packerei effizienter gestalten könnten. Für Vorschläge habe ich immer ein offenes Ohr. Gegen 19.00 Uhr sind wir fertig und abfahrbereit. Wir verabschieden uns von den Kids und nehmen Kurs Richtung Zürich. Reiseziel für heute ist der Wohnmobilstellplatz in Ettenheim. Spontan entscheiden wir uns für die Strecke über den Schwarzwald. Die ist rund 40 Kilometer kürzer als die Strecke über die Autobahn benötigt aber mehr Zeit. Wir kommen gut voran und stehen zweieinhalb Stunden später auf dem Wohnmobilstellplatz vor dem Caravan Händler Ernst. Wir ergattern sogar noch einen Eckplatz. Es windet mäßig, so dass wir die Heizung starten und einen wohlverdienten Nespresso trinken. Wenig später verkriechen wir uns unter die Bettdecke. Kaum sind wir eingenickt ertönt in unmittelbarer Nähe eine Alarmanlage. Nicht gerade vertrauenswürdig vor dem Einschlafen. 

Um 8.00 Uhr stehen wir auf und frühstücken. Reiseziel für heute, Freizeitpark Europa Park. Das Wohnmobil lassen wir hier auf dem Stellplatz stehen und fahren mit den Rädern nach Rust. Auf Umwegen kommen wir auch schlussendlich dort an. Es hat sogar einen Fahrradständer. Durch eine Sicherheitsschleuse gelangen wir in den Eingangsbereich. Da wir die Tickets schon in digitaler Form in den Händen halten passieren wir ohne zu warten die Eingangskontrolle. Das Wetter ist leicht bewölkt, noch immer weht ein mäßiger Wind. Im Schließfach deponieren wir Fahrradhelm, Handschuhe und noch andere Dinge. Da die Osterferien noch nicht überall begonnen haben hat es erstaunlich viele Leute. Das Gelände ist groß und die ganze Masse wird sich schon verteilen. Die erste Achterbahn ist die Silver Star. Jedesmal wenn ich in diesem Coaster sitze und die siebzig Meter nach oben endlos erscheinen, mit dem Gedanken, dass es wieder nach unten geht, frage ich mich, warum tue ich mir das an. Die Fahrt ist absolut genial, so dass man gleich ein weiteres Mal fahren möchte.

Waffeln und Churros schmecken am besten im Europa Park
die besten Waffeln gibt es im Europa Park

Wir möchten aber noch weitere Fahrgeschäfte fahren und so lassen wir es für heute. Wir gehen den Park auf und ab, ich denke so sind einige Kilometer zusammen gekommen. Gelegentlich kommen in uns Erinnerungen auf, wenn wir Familien mit ihren Kindern sehen. Es ist noch nicht lange her als wir mit unseren Kindern hier waren, wie doch die Zeit vergeht. Das Mittagessen nehmen wir im Seehaus Restaurant ein. Durch das lange Anstehen an der Kasse ist das Essen beim Einnehmen lauwarm. Gestärkt werden noch weitere Fahrgeschäfte abgeklappert. Im Roller Coaster Blue Fire fahren wir sogar Frontline, das sind die Plätze zuvorderst. Mit Waffeln und Churros beenden wir den Parkbesuch und fahren mit den Fahrrädern zurück zum Stellplatz. Eine warme Suppe und dem aktualisieren der sozialen Medien geht ein beeindruckender Tag zu Ende.

 

Nach dem Frühstück geht es noch schnell in den Zubehörshop von dem Caravan und Freizeit Center Ernst. Wir kaufen einen kleinen Tisch für unseren "heiss geliebten" Lotusgrill und Sanitärflüssigkeit. Wir bereiten das Wohnmobil für die Weiterfahrt vor. Es geht auf den Wohnmobilstellplatz in Bad Krozingen. Als wir dort ankommen ist der Stellplatz schon ziemlich voll. Ein Stellfläche  neben dem Entsorgungsplatz ist noch frei. Trotz den schlechten Erfahrungen im Südtirol stellen wir uns auf diesen Platz. Für die zwei Nächte die wir bleiben wollen sollte es schon gehen. Nach dem Einrichten fahren wir mit dem Fahrrad in das Zentrum von Bad Krozingen und kaufen ein.

Wieder zurück beim Wohnmobil kommt der Lotusgrill ein weiteres Mal zum Einsatz und wir können bereits den neu gekauften Beistelltisch testen, welcher sich bestens bewährt. Wenig später schmoren Nackensteak und Filetstücke auf dem Grill. Es duftet herrlich nach gegrilltem Fleisch, welches später auch genüsslich verputzt wird. Nach dem Essen gehe ich zu der Rezeption melde uns an. Dabei erfahre ich, dass der Stellplatz vollständig besetzt ist. Nach so viel Anstrengung sind wir müde und müssen uns hinlegen. Der Schlaf wird aber immer wieder gestört durch Geräuschentwicklung von dem angrenzenden Entsorgungsplatz. Ausserdem fahren immer wieder neu ankommende Wohnmobile auf den Platz. Da es keine freien Stellplätze hat, müssen sie wenden und den Platz wieder verlassen. Ein Schild am Eingang des Platzes mit der Aufschrift belegt, würde etliche mühsame Wendemanöver vermeiden. Später spazieren wir durch den nahe gelegenen Kurpark. Den Abend lassen wir ausklingen mit einer Flasche Rose Wein und spanischer Wurst mit Brot. Um Mitternacht gehen wir ins Bett und ich kann meiner lieben Frau noch zum Geburtstag gratulieren.

Bereits um halb acht werde ich geweckt. Das erste Wohnmobil fährt auf den Entsorgungsplatz. Wenig später beginnt der eigentliche Entsorgungsdauerlauf. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, sogar Karin das Geburtstagskind, die sonst nicht so schnell wach wird, steht auf. Wir frühstücken und schauen dem emsigen Treiben auf dem Entsorgungsplatz zu. Heute fahren wir mit den Fahrrädern nach Sankt Georgen ein Vorort von Freiburg im Breisgau. Dort hat es ein Adler Modegeschäft. Das Geburtstagskind darf sich zu Feier des Tages neu einkleiden. Bevor es wieder zurück geht, stärken wir uns im Kebab Imbiss. Für einmal mehr erweist sich Googlemaps als hilfreiche Navigation (Mobiltelefon mit mobilen Hotspot). Mit dieser Kombination erreichen wir unser Ziel, wenn die Route nicht immer auf Fahrradwegen geführt wird.

Heute Abend stylen wir uns mächtig. Wir fahren mit den Rädern nach Ehrenkirchen zum Chinesen. An dem reichlich ausgestatteten Buffet mit allerlei köstlichen asiatischen Gerichten greifen wir herzhaft zu. Mit vollem Magen geht’s zurück zum Wohnmobil. Den Rest des Abends verbringen wir mit Reisebericht schreiben und dem verdanken der Gebutstagsglückwünsche.